Die Bedeutung von Innovation und Kreativität für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft kann kaum unterschätzt werden. Der Lissabon-Prozess, der die EU bis 2010 zum führenden und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt machen soll, nennt Innovation als die treibende Kraft hinter der Wirtschaftsleistung von Städten/Ballungszentren in der aktuellen postindustriellen Wirtschaft. Das Europäische Jahr der Kreativität und der Innovation (2009) betont, dass Europa sein kreatives und innovatives Potenzial ausbauen muss, um die Herausforderungen der Globalisierung zu meistern.
Um ihr Innovationspotential auszubauen, versuchen viele Städte der Nordseeregion, das Konzept der „Kreativen Stadt“ auf die politische Tagesordnung zu setzen. Die aktuelle Politik konzentriert sich auf die Stärkung des Unternehmergeists in den kreativen Industrien, auf den Aufbau von Netzwerken oder die Bereitstellung von Raum für solche Maßnahmen, und auf die Entwicklung von kreativen Zonen, Wachstumsräumen oder Hotspots. Was den Städten jedoch noch fehlt, ist eine integrierte, evidenzbasierte Strategie, welche die Wechselwirkungen zwischen der örtlichen Politik und den in Lissabon und Göteburg gesetzten Ziele berücksichtigt, damit sie ihr Innovationspotenzial stärken können.
Ziel dieses Projekts ist es deshalb durch Pilotprojekte, die von und in Städten in der gesamten Nordseeregion entwickelt und ausgeführt werden, eine Innovations- und Kreativitätsstrategie zu entwickeln und umzusetzen, aus der sich eine starke länderübergreifende Basis ergibt.Diesen Pilotprojekten liegt das Dreiergespann der „Organisationsleistung“ aus Regierung, Bildungseinrichtungen und dem privaten Sektor zugrunde. Sie tragen so zu einem starken länderübergreifenden Programm bei, bei dem Erfahrungen, Materialien und bewährte Methoden ausgetauscht werden.
Die Ergebnisse des Projekts zu verbreiten wird ein beachtliches Potenzial entfalten, wodurch das Innovationspozential und die Wettbewerbsfähigkeit von EU-Städten gestärkt wird. Die kreativen Industrien bestehen aus einer hohen Anzahl an kleinen Unternehmen, Freischaffenden und neu gegründeten Firmen.
Laut jüngerer Studien arbeiten in den EU-Mitgliedsländern geschätzte 6,4 Millionen Menschen im kreativen Sektor, von denen die meisten in 1,4 Millionen Kleinunternehmen oder als Freischaffende arbeiten. Dieses Projekt wird nicht nur einen lang ersehnten Beitrag zur Stärkung von Europas Fähigkeiten, Kreativität und Innovation zu verfolgen, machen, sondern es der Nordseeregion auch erlauben, ihr Potenzial voll und in nie da gewesener Weise zu entfalten.
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